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  • AutorenbildDaniela Eglseder

Katzenfutter

Die Domestikation hat im Verdauungstrakt der Katzen kaum irgendwelche Spuren hinterlassen. Katzen waren schon immer und sind reine Fleischfresser. Die natürliche Nahrung der Katze sind Vögel, Insekten, kleine Nagetiere und Fische. Der pflanzliche Anteil ihre Nahrung beschränkt sich auf den Magen- und Darminhalt ihres Beutetieres welches mit Haaren, Haut und Federn gefressen wird.


Besonderheit der Fütterung

Da der Stoffwechsel unserer Katze sich maßgeblich unterscheidet von dem von uns Menschen und auch dem von Hunden, ist generell Vorsicht geboten bei gewissen Produkten und deren Inhaltsstoffen. Auf Konservierungsstoffe, Duftstoffe und andere Hilfsstoffe, die sich in Cremen und Salben befinden, reagieren unsere Katzen sehr sensibel und empfindlich. Ätherische Öle können zu schweren Vergiftungen und asthmatischen Anfällen führen – egal ob diese auf den Körper aufgetragen oder mittels Diffuser in der Raumluft verteilt werden.


Der Verdauungstrakt der Katze

Der Verdauungstrakt besteht aus den Zähnen, der Zunge, dem Magen und dem Darm und davon möchte ich Teile nun etwas genauer beleuchten.


Das Maul & die Zähne der Katze

Bei einem Blick ins Maul der Katze sieht man, welch hochspezialisiertes Raubtier wir hier vor uns haben. Das gesamte Gebiss der Katze ist zum Zerreißen von Fleisch gemacht, das ist der Grund, warum Katzen keine Mahlzähne besitzen. Das Gebiss eines Kitten hat 26 Zähne, das Gebiss einer erwachsenen (adulten) Katze 30 Zähne, manche auch nur 28 Zähne. Diese sind ein hoch spezialisiertes Mehrzweckwerkzeug.


Je Kiefer besitzt die Katze 6 Scheidezähne, zwei Eckzähne, die man auch Fang- oder Hakenzähne nennt, im Oberkiefer 6 und im Unterkiefer 4 vordere Backenzähne und zwei hintere Backenzähne.


Die dolchartigen Fangzähne (auch Eckzähne genannt) fassen und töten die Beute. Die Reißzähne (das sind zwei Backenzähne, jeweils im Ober- und Unterkiefer) bilden eine Brechschere, mit welcher die Katze Fleisch und kleinere Knochen in Brocken zerlegt. Die oberen und unteren 6 kleinen Schneidezähne benutzt die Katze zum Abnagen des Fleisches von größeren Knochen. Alle Zähne sind scharf, was der Katze ermöglicht die Maus mit nur einem Biss zu töten – entgegen kommt ihr hierbei auch ihre kräftigen Kiefermuskeln. Das Gebiss findet allerdings nicht nur beim Fressen seinen Einsatz, sondern auch zum Kämpfen, zum Fangen, Festhalten und Herumtragen der Beute, bei der Paarung, der Fellpflege und um den Nachwuchs von A nach B zu tragen.

Da die Zähne nicht die Form besitzen, um Fleisch zu Brei zu zermahlen, schlucken Katzen große Stücke ab. Dies sollte bedacht werden beim Erstellen eines Speiseplans der Katze.



Die Zunge der Katzen ist muskulös und rau, da sie zur Mitte hin, zunehmend mit Stacheln besetzt ist, welche zum Rachen hinzeigen. Dies ermöglicht ihr, Fleischreste von einem Knochen zu raspeln. Und zum Kämmen ihres Fells.

Der Speichel enthält keine Verdauungsenzyme. Er dient dazu den Nahrungsbrocken gleitfähig zu machen und erleichtert somit das Abschlucken.

Der Magen befindet sich in der linken Seite der Brusthöhle hinter der Leber

und erinnert an einen elastischen Sack in U- Form. Jeweils an den Enden befinden sich der Magenein- und der Magenausgang. Das Fassungsvermögen beträgt ca. 0,3 Liter

Der Darm nimmt eine besondere Funktion im Verdauungstrakt ein. Katzen reicht ein sehr kurzer Darm, mit einer Durchschnittslänge von 1,90 Metern im Durchschnitt. Im Vergleich dazu ist der Darm eines Kaninchen dreimal so lang.

Warum haben Katzen so einen kurzen Darm? Weil ihr Futter leicht verdaulich und verwertbar ist im Gegensatz zu Pflanzen. Pflanzenfresser haben einen sehr langen Darm, Pferde z.B. von etwa 30 Metern. Dieser sehr kurze Darm erklärt auch, warum Katzen auf keinen Fall vegetarisch und schon gar nicht vegan ernährt werden dürfen.

Da Katzen sehr beweglich und wendig sein müssen, würde ein langer Darm sie bei der Jagd behindern.

Der Darm ist die Schnittstelle für ein gesundes Immunsystem, wie auch bei uns Menschen. Daher ist es essentiell auf ein gesundes Darmmilieu zu achten.

Stark kohlenhydrathaltige Futtermittel können Fehlgärungen im Darm verursachen: Darmgeräusche, Blähungen und sehr übel riechender Kot sind eindeutige Hinweise darauf.


Was ist bei der Fütterung zu bedenken?

Katzen sind Fleischfresser. Da sie aber in der Natur nicht nur das Fleisch der Maus fressen, sondern alle ihre Körperteile, ihre Organe, Blut, Haare und den basischen Darminhalt (den sauren Magen lassen sie über), muss man sich bei der Fütterung und der Zusammenstellung des Futters an der Maus orientieren.

Katzen sind Fleischfresser, dieser Umstand schließt eine vegetarische oder gar eine vegane Ernährung bei der Katze kategorisch aus.


Bei der Wahl der Fütterung ist zu bedenken, dass Katzen

  • Einen erhöhten Proteinbedarf haben

  • Das sie maximal 2 % Kohlehydrate in der Ration benötigen

  • Sie brauchen eine Zufuhr von Taurin, Arginin, Arachidonsäure, Linolsäure, Vitamin A, Niacin da ihr Körper diese Stoffe entweder gar nicht oder in zu geringer Menge selber produzieren kann

  • Bevorzugen einen höheren Fettanteil in der Portion. Es werden tierische Fette den pflanzlichen Fetten vorgezogen

  • Den Großteil ihres Wasserbedarfs nehmen sie über die Nahrung auf - ein ganz wichtiger Punkt in Bezug auf reine Trockenfütterung


Möglichkeiten der Ernährung der Katzen

- Industriefutter

- Selbstgekochtes

- Hochwertiges Fertigfutter

- Trockenfutter

- BARF biologisch artgerechte Rohfleisch Fütterung


Industriefutter

Dieses wird im Extrudationsverfahren hergestellt und dabei kommt es zu Temperaturen von bis zu 250 Grad Celsius. Ganz legal und offiziell dürfen dem Fleisch folgende synthetische Zusatzstoffe beigemengt werden:

Antibiotika, Aromastoffe, Bindemittel, synthetische Antioxidantien, Farbstoffe, Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Lösungsmittel, Geliermittel, Schmierstoffe, Süßstoffe, Trennmittel, ph-Puffer, Verdickungsmittel usw.

Vor Allem beim Katzenfutter werden gerne Abfälle verwertet aus der Schokoriegelproduktion (z.B. Karamell).

Auf den Verpackungen befinden sich Nährstoffangaben; dabei wird leider nicht erwähnt, dass es sich dabei ausschließlich um synthetische Nährstoffe handelt, die z.B. für die Leber sehr belastend sind und Allergien auslösen können.


Angabe auf dem Industriefutter

Die Angaben lesen sich so: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Milch und Molkereierzeugnisse, Eier und Eiererzeugnisse, Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Gemüse, Getreide, pflanzliche Nebenerzeugnisse.

Leider sagt das nichts darüber aus, ob diese Produkte frisch sind oder es sich um Erzeugnisse handeln, die durch ein Verfahren haltbar gemacht wurden.

Tierische Nebenerzeugnisse können sein: Hörner, Krallen, Hufe, Fell, Federn, Wolle und Schlachtabfälle wie Köpfe, Schilddrüsen und Keimdrüsen.


Zusätze im Futter

Salz bzw. Natriumchlorid ist ein Geschmacksverstärker und kann zu Wassereinlagerungen führen, welche wiederum zu Nierenproblemen führen


Synthetische Aromastoffe und Geschmacksverstärker E 620 – 635 werden beigemengt, um den Appetit zu verstärken und den Geschmack zu verbessern.


Farbstoffe E 100 – 180 dienen nur dazu, dass es für uns Menschen ansehnlicher ist

Synthetische Antioxidantien verlängern die Haltbarkeit des Futters. Bezeichnungen dafür sind BHA, BHT, E 320, E 321 E 325 – 385


Synthetische Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente können Krankheiten verursachen, wenn sie überdosiert werden


Stoffe wie Maiskleber oder Fructooligosaccharide dicken den Kot ein, verhindern also Durchfall


Zucker und Zuckerersatzstoffe E 950 – 1518 wird beigemengt, um den Appetit an zu regen und als Füllstoff


Hochwertiges Nassfutter

Es gibt einige Hersteller, die hochwertiges Nassfutter herstellen. Wichtige Merkmale davon sind:

  • Der Inhalt sollte roh in lebensmittelechten Dosen abgefüllt und in einem Autoklaven gegart werden (so bleiben Vitamine und Mineralstoffe erhalten).

  • Enthalten sein soll Muskelfleisch, Innereien, Omega 3 Fettsäuren und Mineralien sowie Vitamine in bioverfügbarer, natürlicher Form. Natürliche Form bedeutet, dass Vitamin D und A durch Dorschlebertran oder Leber, Vitamin C durch Hagebutte oder Acerola, Vitamin E durch kalt gepresste Pflanzenöle und Omega 3 Fettsäuren durch Lachs – oder andere Meeresfisch oder Algen Öl zugesetzt sein soll.

Ein Katzenfutter welches sich aus hochwertigen Inhaltsstoffen zusammensetzt ist immer offen deklariert, das heißt dass wir die Zusammensetzung klar nachvollziehen können. Es enthält Innereien, Muskelfleisch, Calcium und einen kleinen Teil pflanzlichen Ursprungs sowie einige Zusätze natürlichen Ursprungs.


Nassfutter versus Trockenfutter bei Katzen

Trockenfutter und was dagegen spricht


Auch wenn getreidefrei draufsteht, ist Stärke in jedem Trockenfutter enthalten. Wenn nicht in Form von Weizen, dann eben in Form von Kartoffeln, Süßkartoffeln, Amaranth, Hirse oder Banane.


Warum ist Stärke so schädlich für Katzen?

Stärke muss durch die Amylase der Bauchspeicheldrüse (Amylase ist ein Enzym das große Zuckermoleküle aufspaltet und auf diese Weise besser verwertbar macht) in Zucker umgewandelt werden. Wird also ständig Stärke gefüttert, kann die Folge daraus Diabetes sein.


Was auch zu bedenken ist, ist der Umstand, dass Tumorzellen Zucker brauchen.

Und das alles, obwohl Katzen keine Geschmackszellen für Zucker haben, d.h. sie können süß nicht schmecken.


Des Weiteren kann Stärke zu Verpilzungen, faulenden Zähnen und zu Pankreasinsuffizienz führen.


Ein weiterer großer Nachteil des Trockenfutters ist wie folgt erklärt: unsere Katzen stammen ursprünglich ja aus der Wüste. Auch wenn sie heute andere Lebensbedingungen vorfinden, ist dieser Teil in ihrer Genetik verankert.


Katzen sind es gewohnt, ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung ab zu decken. Eine Katze mit 4 kg Körpergewicht benötigt 160 ml Flüssigkeit pro Tag: das ist fast ein ganzes Wasserglas. Würde sie um die 11 Mäuse pro Tag fressen, könnte sie diesen Feuchtigkeitsbedarf abdecken – mit Trockenfutter kann sie das nicht.


Bei einer Fütterung mit Trockenfutter steigt der Bedarf auf das Drei- bis Vierfache, also müsste die Katze auf bis zu 1 Liter Wasser am Tag trinken. Und welche Katze schafft das schon?


Eine sich daraus ergebende Problematik sind Nierenprobleme. Der dafür verantwortliche Wassermangel gehört zu den häufigsten Todesursachen bei den Katzen. Wassermangel ist der schlimmste Mangel, denn alle physiologischen Prozesse verlangsamen sich.

Alle extrudierten Trockenfutter enthalten mehr als 25% Stärke, manche sogar bis zu 50 %.


Was bedeutet extrudiert?

Im sogenannten Extruder wird der Nahrungsbrei aus den verschiedenen Zutaten durch kleine Düsen nach draußen gepresst. Wasserdampf erhitzt die Mischung auf um die 120 Grad Celsius. Anschließend sprühen die Hersteller Fette, Vitamine und Konservierungsstoffe auf die Kroketten.


Durch die Fütterung von minderwertigem Trockenfutter leiden die Zellen der Nieren unter dem Flüssigkeitsmangel. Die Nieren brauchen die Flüssigkeit für ihre Entgiftungs- und Regelungsvorgänge und um das Blut von Giftstoffen zu reinigen.

Durch diese Form der Fütterung kommt es außerdem zu einer Störung des Elektrolythaushaltes und dem Säure-Basen-Haushalt; durch die erhöhte Konzentration von harnpflichtigen Stoffen kommt es daraus resultierend zu Erkrankungen des Urogenitaltraktes wie Blasenentzündung, Bildung von Harnsteinen und Niereninsuffizienz.


Durch den Mangel an Flüssigkeit leiden sehr viele Katzen die mit Trockenfutter gefüttert werden an einer schmerzhaften Verstopfung.


Warum aber entscheiden sich so viele Menschen für Trockenfutter?

Die Hauptargumente, die ich in meiner Praxis höre, sind, dass es

eine einfache Fütterung ist (Sackerl auf, Kroketten raus kullern lassen, Sackerl wieder zu) und es nicht so stark riecht wie Nassfutter.


Und es kann tagelang herumstehen, ohne zu verderben (was an sich ja schon bedenklich ist) und die Katzen haben somit ein „all you can eat buffet“.


Was aus meiner Sicht oftmals der Grund ist für stark übergewichtige Katzen deren Sinne stark unterfordert sind und die aus Langeweile sich bei der Trockenfutterbar bedienen.


Außerdem sieht das Futter nicht nach viel aus; wenn einem Katzenhalter aber bewusst wird, dass die Kroketten in der Katze auf das doppelte bis dreifache aufquellen, dann weiß man dass die Menge meist zu hoch ist. Jeder der bereits Erbrochenes von seiner Katze gefunden hat, war vielleicht überrascht über die vielen darin befindlichen aufgequollenen und nicht aufgequollenen Kroketten.


Wohnungskatzen die 6 Stunden oder mehr am Stück alleine zu Hause sind, brauchen in dieser Zeit Nahrung. Hier empfehle ich eine vorangegangene Nassfutter Mahlzeit und für später Nassfutter im Futterrautomaten.


In der Natur fressen unsere Katzen viele kleine Mahlzeiten verteilt über den ganzen Tag; ihren Flüssigkeitsbedarf decken sie zu 80% über die Nahrungsaufnahme. Es gibt Futtermittelhersteller die ihre Inhaltsstoffe den Bedürfnissen der Katze angepasst haben und hier auf Schlachtabfälle, tierische Nebenerzeugnisse und ähnliches verzichten.


Wie stelle ich meine Katze auf ein neues Futter um?

Einer der wohl wichtigsten Punkte für viele von Ihnen, ist die Frage, wie man seine Katze erfolgreich an das neue Futter gewöhnt.


Die aller wichtigste Zutat, die Sie benötigen werden, ist: Geduld. Außerdem sollte man die Bereitschaft haben, seiner Katze zu zu gestehen, dass sie nun mal nicht alles frisst und auch nicht alles mag. Und um heraus zu finden, was der Katze schmeckt, heißt es einige Produkte durchtesten.


Also müssen wir ihr die Zeit geben, sich an das neue Futter zu gewöhnen – und auch der Darm braucht Zeit sich um zu stellen.


Dies gelingt am besten in dem man täglich einen kleinen Löffel voll von dem neuen Futter dem gewohnten Futter untermischt und dann im Laufe der Zeit das gewohnte Futter in der Mahlzeit reduziert und das neue Futter anteilsmäßig immer mehr wird.


Lange Futterpausen überbrücken

Wer lange aus dem Haus ist, sollte seiner Katze hochwertiges Trockenfutter gemischt mit Trockenfleisch oder auch gefriergetrocknetem Fleisch in einem sogenannten Fummel Brett anbieten: so hat die Katze Beschäftigung - wir verbinden also jagen und fressen - und muss nicht stundenlang ganz ohne Futter auskommen.


Vorsorge betrifft auch den psychischen Bereich; wenn Sie wissen, dass eine große Veränderung auf Sie und Ihre Katzen zu kommt, planen Sie dies so gut wie möglich. Zeigt ihre Katze auffällige Verhaltensweisen holen Sie sich Hilfe.


So höre ich immer wieder, dass sich viele Katzenhalterinnen damit abgefunden haben, dass ihre Katze immer wieder ihre Blase auf dem Teppich, im Bett, auf der Fensterbank oder anderswo entleert. Ich möchte hier ganz klar sagen: wenn kein medizinischer Grund für dieses Verhalten vorliegt, dann sagt Ihre Katze damit klar und deutlich, dass sie Hilfe braucht und es ihr nicht gut geht. Dass es etwas gibt in ihrem Leben, mit dem sie nicht gut zurechtkommt. Sie versucht durch die Unsauberkeit wieder eine gewisse Ordnung her zu stellen.


Holen Sie für sich und ihre Katze Hilfe und Unterstützung.


Keine Fastentage bei Katzen

Um die Leber zu entlasten, wird bei Hunden ein Fastentag pro Woche empfohlen. Bei der Katze ist das nicht so; Katzen brauchen täglich ihre Nahrung, um der Leber einen gesunden Fettstoffwechsel zu ermöglichen und die Nieren mit Flüssigkeit zu versorgen. Hungert die Katze mehrere Tage besteht die Gefahr der hepatischen Lipidose (Fettleber) wobei die eingelagerten Fette nicht mehr ausgeschieden werden können, was ernsthafte, bleibende Schäden verursachen kann.

Generell gilt, wenn eine Katze aufhört zu fressen, dann geht es ihr nicht gut und benötigt umgehend eine medizinische Behandlung.


Psyche und Futter

Eine Katze welche Hunger hat, hat üble Laune und Stress. Ebenso eine Katze, unberücksichtigt bleibt, dass es in ihrer Natur liegt, allein zu jagen und dementsprechend auch allein zu fressen.

Eine nicht artgerechte Ernährung und ungünstige Fütterungsgewohnheiten wirken sich unmittelbar auf das unmittelbare Umfeld aus, seien es nun die Katzenkumpels oder die zweibeinigen Familienmitglieder.

Grund zum Nachdenken geben auch die Auswirkungen diverser chemischer Zusatzstoffe und minderwertige Inhaltsstoffe in industriellen Futtermitteln auf Körper und Psyche.


Katzen die artgerecht ernährt werden, ein dem Carnivoren entsprechend bedarfsgerechtes Futter erhalten, immer am gewohnten Futterplatz ihr Fressen vorfinden und in einer Umgebung fressen, in der ein ruhiges, ungestörtes Fressen möglich ist, werden psychisch ausgeglichener sein als Katzen, die das nicht haben. Fressen ist wichtig für den Organismus, aber auch für die Seele.


Ein permanentes, hastiges Fressen einer Katze, bei der man den Eindruck bekommt, dass sie niemals satt wird, sollte kritisch hinterfragt werden. Frisst die Katze vielleicht aus Langeweile da ihr Alltag nichts Spannendes hergibt und sie sich mit Fressen beschäftigt und ablenkt.


Eine Katze, die stets hastig frisst und dabei sehr gestresst wirkt kann dies machen, weil sie Schmerzen im Maul oder Magen hat oder aber auch weil sie keinen ruhigen Fressplatz zur Verfügung hat.


Verändert eine Katze ihr Trink- und Fressverhalten ist das immer ein Grund, kritisch zu analysieren, worin die Ursache dafür liegen könnte.


Die Entscheidung hinsichtlich der Fütterung der Katze sollte nicht vorrangig nach dem Preis und dem geringsten Aufwand entschieden werden. Vielmehr sollten alle Faktoren mit einbezogen werden, ausgehend von der Biologie und den sich daraus ergebenden natürlichen Bedürfnissen der Katze.


"Lass die Nahrung deine Medizin sein und die Medizin deine Nahrung" Hippokrates von Kos


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